Der Stoff aus dem Broschen sind
Montag, Juli 21st, 2008Meinen ersten Kontakt mit dieser Masse hatte ich bereits in meiner Kindheit: Fimo. Mir ist nicht bekannt, ob die Herstellung einer Brosche aus Fimo als Muttertagsgeschenk, zum Standardlehrplan einer jeden Grundschule gehört. Ich für meinen Teil kam in diesen Genuss. Von diesem Zeitpunkt an, gehörte dieser Werkstoff für mich zur Abteilung Bastelkram. Damals wusste ich noch nicht, was für spannende Sachen man damit machen kann.
Ich gehöre zu den bekennenden Actionfigur-Liebhabern. Von den schon erwähnten ‘Masters of the Universe’, über ‘Star Wars’ bis hin zu ‘Marvel’. Ich hatte als Heranwachsender eine Menge Kunststoffkameraden, die ich mit meinen echten Kameraden auf Bruchfestigkeit testete. Auch wenn ich heute noch eine Spielwarenabteilung oder einen Comicladen besuche, komme ich nicht an diesen Figuren vorbei.
Die Idee vom Comic-Helden ‘D-Man’ geisterte schon eine ganze Weile in meinem Kopf herum und ich wollte unbedingt eine Actionfigur meiner Schöpfung. Irgendwann erinnerte ich mich wieder an das Zeug aus der Grundschule. Ich fuhr am selben Abend noch zu einer Schreibwarenhandlung und kaufte mir alle Farben ‘Fimo soft’, die ich benötigte, um mein Vorhaben in die Tat umzusetzen. Das schöne an dem für mich neuen ‘Fimo soft’ war, dass man sich alle Farben durch heftiges Zusammenkneten der dazu notwendigen Farbanteile mischen konnte. Am selben, aber deutlich späteren, Abend hatte ich die ersten Ergebnisse. Diese bedurften aber noch einigen Veränderungen. In den darauffolgenden zwei Abenden stellte ich zuerst den Kopf und anschließend den Körper fertig. Ich hatte ja kein passendes Werkzeug und hantierte mit Pinselstielen und Schaschlikspießen. Deshalb überraschte es mich, wie einfach die Masse zu modellieren war. Allerdings wird ‘Fimo soft’ mit steigender Temperatur, sei es durch die Reibungsenergie beim Kneten oder die Umgebungstemperatur, immer weicher und irgendwann eine echte Herausforderung.
Um aus dem Modell eine echte Actionfigur zu machen, musste diese beweglich sein. Also befestigte ich den Kopf und die Arme über eine Schraube-Mutter-Kombination (M3) am Rumpf. Da die Stoßflächen zwischen den Teilen nicht plan waren, sorgte die Reibung zwischen den Flächen dafür, dass das Körperteil in Position blieb. Jetzt mussten nur noch die Gelenke eingeklebt und die Teile zusammengeschraubt werden und die Actionfigur von ‘D-Man’ war fertig.
Der Grundstein war gelegt. Mittlerweile habe ich noch drei weitere Figuren gebastelt, die ich ebenfalls auf diesem Bolg veröffentlichen werde. Nur eines vorweg, ‘Tight-Girl’ ist nicht sonderlich geglückt.
Vieleicht regt dieser Artikel dazu an, dem Schreibwarenladen seines Vertrauens einmal wieder einen Besuch abzustatten und sich dass zu kneten, was man in der Kindheit immer haben wollte.





























