Orkinal
Donnerstag, Januar 14th, 2010Während meines Urlaubs zwischen den Jahren hat mich das Knet-Fieber erneut erwischt. Der bedauernswerte Zustand, in dem der Erkrankte stundenlang weiche PVC-Masse zu Kugeln unterschiedlichster Größe und Farbe knetet, ist für Außenstehende bestimmt kein schöner Anblick. Für den Patienten ist dies hingegen höchst angenehm und bietet maximale Entspannung.
Die Idee kursierte schon länger in meinem Kopf und wieder einmal war es eine Figur aus dem Webcomic, die modelliert werden sollte. Wie in Strip 3 zu sehen ist, sind hier ab und an einige Unholde unterwegs. Ein Exemplar aus der Gattung Ork war Ziel meiner FIMO-Offensive.
Die Figur hatte ich so dimensioniert, dass sie zu den beiden Vorangegangenen passt. Da Orks bekanntermaßen nicht besonders klein gewachsen sind, wurde die Figur stattliche 18,5 cm hoch. Von einem Freund, der ebenfalls am Knetfieber erkrankt ist, habe ich den wahnsinnig nützlichen Tipp bekommen, Teile vorzubacken. Dass man FIMO mehrfach backen kann, ohne dass es sich verfärbt, war für mich eine ganz neue Erkenntnis. Diese Eigenschaft des faszinierenden Werkstoffs erleichtert den Schaffensprozess deutlich und bot mir ganz neue Möglichkeiten. So konnte ich den Grundkörper härten, bevor ich mit den Einzelheiten fortfuhr. Ebenfalls konnten die Zähne und Augen im festen Zustand viel leichter in den weichen Kopf eingebettet werden. Die unterschiedlich harten Teile gingen durch das Backen eine sehr stabile Verbindung ein.
Nach einigen Stunden fröhlichen Knetens und Backens war er endlich fertig und sichtlich verstimmt.
Die Hautfarbe kommt auf den Abbildungen etwas zu bläulich rüber, ich sollte mir schleunigst eine andere Beleuchtungssituation entwerfen. Eine Schwachstelle sind die Gelenke der Action-Figuren. Bei zu viel ‘action’ kann sich schonmal das ein oder andere Teil verabschieden. Deshalb sollte sich stets eine Tube Sekundenkleber in Reichweite befinden.
Sobald ich die Gallerie-Funktion meines Blogs wieder unter Kontrolle habe, bekommt auch diese Figur eine kleine Diaschau. Die Umstellung der Seite lief wohl doch nicht ganz reibungslos.


































