Archiv für ‘Modelle’

AT-AT-vent

Sonntag, November 27th, 2011

Es ist mal wieder Zeit. Plätzchenzeit. Also wurde gebacken. Zusammen mit unseren Freunden K. und E. wurde in ganz großem Stil Mehl zu Teig verarbeitet und durch Temperatur gehärtet.

Am Vortag kam mir der Einfall für ein Spezial-Plätzchen, vielmehr eine Teigfigur. Inspiriert wurde ich von den unvergessenen Star Wars- Filmen. Es sollte ein AT-AT werden, eine dieser vierbeinigen Laufmaschinen aus “Das Imperium schlägt zurück”. Kein leichtes Vorhaben, aber bestimmt machbar, dachte ich mir.

Im ersten Schritt, wurden Schablonen angefertigt, mit denen man die Bauteile genau aus dem Teig schneiden konnte.

Das Ausschneiden der Formen ging erstaunlich gut und stimmte mich optimistisch. Dann ging es zum Backen in den Ofen.

Meine größte Sorge war die Festigkeit des Zuckergusses, den ich für die Endmontage benötigte. Die Kopf-Hals-Rumpf-Verbindung war wahrlich kein Meisterwerk der Statik. Die Hebelkräfte waren eindeutig zu stark für den Guss.

Manche Teile wurden darauf mit Karamell stabilisiert. Der Erfolg war von nicht allzu langer Dauer, reichte aber für ein paar nette Schnappschüsse.

In der Zeit, in der ich mit dem Ungetüm zu tun hatte, schaffte es meine Frau drei Cookie-TIE-Fighter und eine ganze Horde Backmonster zu produzieren.

Freiwillige vor

Donnerstag, Januar 5th, 2012

Für meinen Urlaub hatte ich mir ein kleines Stop-Motion-Filmprojekt vorgenommen. Irgend etwas Kleines. Etwas, das man schnell umsetzen kann. Ohne viel Schnick-Schnack. Soweit der Plan.

Zuerst musste ein Freiwilliger gesucht werden, der die Hauptrolle übernimmt. Da sich niemand meiner Begleiter bereit erklärte, diese Rolle zu übernehmen, musste ich in die FIMO-Trickkiste greifen. Ich entschied mich für einen kleinen Roboter, wegen der einfachen Formen.

An das Drahtgestell wurden der Kopf, der Ober-und Unterkörper, die Hände und die Füße modelliert. Die Finger sollten beweglich bleiben. Und der Kopf. Und die Arme. Und die Hüfte. Und die Augen. Und … soviel zum Thema einfach.

Zum Glück habe ich vor einiger Zeit Sugru geschenkt bekommen, ein lufthärtendes Silikon. Damit konnten die Arme und Beine ummantelt werden, ohne die Flexibilität zu beeinträchtigen. Aber zuerst wurden alle anderen Teile in mehreren Schritten gebacken.

Der Hauptdarsteller ist fertig und wartet auf den Drehbeginn. Das Storyboard ist auch (fast) fertig. Leider ist dies der letzte Tag im Kreativ-Arbeitslager und es gibt diverse technische Probleme. Also muss das Projekt etwas verschoben werden, aber das kennt man ja aus dem Filmgeschäft.

Film ab

Donnerstag, Januar 12th, 2012

Es ist vollbracht! Mein erster kurzer Stop-Motion-Film ist fertig. Eigentlich ist es ein Filmchen…lein, mit nur knapp dreißig Sekunden Spieldauer. Trotzdem hat es gereicht, um auf meinem Blog eine neue Kategorie zu erzeugen.

Den Hauptdarsteller hatte ich in einem vorherigen Artikel schon vorgestellt. Er bekam den Namen “/dev/null” oder auch devNULL, in Anlehnung an das, aus der Computerwelt bekannte, Nulldevice (nähere Informationen hier). Ich gebe zu, dass mich hier meine Arbeit als Softwareschriftsteller, etwas beeinflusst hat.

Es sollte sich herausstellen, dass das FIMO-Knäuel so seine Star-Allüren hat. Es war störrisch, wollte immer bespaßt werden und hat viel gekostet, nämlich Zeit.

Da sich alle freien Softwarepakete zur Erstellung von Stop-Motion-Filmen als nicht kompatibel zu meinem Rechner erwiesen, wurde der etwas holprige Weg zu Fuß genommen. Der Draht des Unterbaus war klar überdimensioniert und viel zu starr und auch die Augen saßen sehr stramm. Deshalb, musste ich etwas grober zu Werke gehen, wobei ich aufpassen musste die komplette Figur nicht zu deformieren.

Schlussendlich wurden daraus 166 Bilder, die zu einem kurzen Film zusammengesetzt wurden. Von der Internetseite soundbible.com, die ich hier ausdrücklich erwähnen möchte, besorgte ich mir die nötigen Ton-Schnipsel. Durch die Audiokomponente, hat der Film deutlich dazugewonnen. Dann noch die Einzelbilder für den Vor- und Abspann zurechtklicken und fertig war mein erster Stop-Motion-Film.
Und hier ist das fertige Werk.

Ich habe wieder einiges gelernt und weiß jetzt, was ich beim nächsten Filmprojekt besser machen kann und besser lassen sollte.

Sidekick

Samstag, Januar 28th, 2012

Vor einiger Zeit habe ich schon meine Interpretation des “Captain STAEDTLER” vorgestellt und tolle Reaktionen darauf bekommen. In der Beliebtheits-Rangliste hatte “Das FIMO” klar die Nase vorn.

Ich hatte schon länger vor, den Gefolgsmann des Captain zu modellieren. Die Grundform war relativ einfach und doch sehr reizvoll. Vor wenigen Tagen überkam mich dann der Drang zum Modellieren, jedoch hatte ich nicht mehr genug FIMO soft in indischrot. Dummerweise gibt es mittlerweile kein Schreibwarengeschäft mehr in der näheren Umgebung, das FIMO führt. Glücklicherweise fand ich einen Gönner in Form des Lexikalikers, der mir am nächsten Tag einen Block der gewünschten Farbe mitbrachte. Jetzt hatte ich genug Material, um loszulegen.

Ich habe wieder ein paar Bilder während der Entstehung gemacht und sie diesmal etwas platzsparender angeordnet. Dadurch muss ich nicht so viel schreiben und Bilder anschauen macht ja auch mehr Spaß.

Das fertige FIMO bekam die Aufgabe des Schreibutensilienhalters zugeteilt. Das ist das Mindeste was es tun kann.

Und hier noch ein Bild bei der Ausübung seiner Tätigkeit. Danke an Kollegin S. für die Leihgabe des Radiergummies.

Textilfreie Lebensformen

Sonntag, März 25th, 2012

Man stelle sich vor, wir bekommen Besuch von Außerirdischen und diese sind nackt! Die Idee kam mir beim Kritzeln und wurde für gut genug befunden, um sie für ein neues Modellierprojekt zu nutzen.

Mit dem Titel “Nudist Aliens with Guns” im Kopf fing ich an zu spielen und kreierte mehr oder weniger ausgegorene Skizzen.

Irgendwann kam ich zu dem Schluss, jetzt endlich den Knet-Teil zu starten. Zuerst habe ich mir den kleinen Außerirdischen vorgeknüpft. Während eines entspannten Wochenendes bei meinem Bruder und seiner Frau, wurde der fremdartige Textilverweigerer aus mehreren Klümpchen FIMO gestampft.

Wenn man ihm direkt in die Augen sieht, ist eigentlich sofort klar, dass sein Besuch auf der Erde nicht gut enden kann.

Die Fingerhaltung der rechten Hand ist technisch bedingt und keineswegs beleidigend anzusehen. Das Fortbewegungsmittel des Aliens ist noch nicht fertig und wartet sehnsüchtig auf seine Vollendung. Mal sehen wann ich das nächste mal Zeit und Muse habe, an dem Projekt weiter zu arbeiten.